Schmetterlingszucht und Urlaubszeit
Raupenzucht und Urlaub: So werden Raupen während der Reise gut versorgt
Kann man Schmetterlingseier kaufen oder Raupen züchten, obwohl in einigen Tagen oder Wochen ein Urlaub bevorsteht? In den meisten Fällen ja. Eine Reise muss kein Grund sein, auf eine spannende Schmetterlingszucht zu verzichten. Entscheidend ist vor allem, welches Entwicklungsstadium die Tiere während der Abwesenheit erreichen und wie die Versorgung organisiert wird.
Ein Wochenende lässt sich bei vielen Raupenzuchten mit einem passenden Aufbau gut überbrücken. Bei längeren Reisen helfen eine einfache Urlaubsbetreuung, lebende Futterpflanzen, länger frisch gehaltene Zweige oder das Mitnehmen einer kleinen Zucht. Mit etwas Vorbereitung ist die Raupenzucht trotz Urlaub meistens deutlich unkomplizierter, als es zunächst erscheint.
Wie lange können Raupen allein bleiben?
Eine pauschale Zeitangabe ist schwierig, weil Art, Raupengröße, Temperatur, Behälter und Futterverbrauch einen großen Unterschied machen.
Winzige Jungraupen benötigen nur wenig Futter, reagieren aber empfindlicher auf Austrocknung und ungeeignete Feuchtigkeit. Große Raupen sind meist stabiler, können einen Futterzweig jedoch überraschend schnell vollständig abfressen.
| Entwicklungsstadium | Was während des Urlaubs wichtig ist |
|---|---|
| Eier | Eier benötigen wenig Pflege, müssen aber regelmäßig kontrolliert werden, weil der Schlupf nicht auf den Tag genau vorhersehbar ist. |
| Jungraupen | Frisches, trockenes Futter und ein kleiner, ausbruchsicherer Behälter sind besonders wichtig. |
| Große Raupen | Sie benötigen viel Futter und gute Belüftung. Zweige im Wasser, Futterröhrchen oder lebende Pflanzen erleichtern die Versorgung. |
| Puppen und Kokons | Sie sind meist pflegeleicht. Der Behälter muss aber groß genug sein, falls während des Urlaubs ein Falter schlüpft. |
Bei einer Abwesenheit von ein oder zwei Tagen reicht bei vielen robusten Zuchten eine sorgfältige Vorbereitung. Für eine Woche oder länger sollte möglichst eine Person nach den Tieren sehen oder die Zucht auf einer lebenden Futterpflanze eingerichtet werden.
Schmetterlingseier kaufen, obwohl bald Urlaub ist?
Ein bevorstehender Urlaub spricht nicht grundsätzlich gegen den Kauf von Schmetterlingseiern. Eier sind zunächst sehr platzsparend und pflegeleicht. Sie werden in einem kleinen Behälter bei geeigneter Temperatur aufbewahrt und regelmäßig kontrolliert. Erst nach dem Schlupf benötigen die Räupchen frisches Futter.
Da sich der genaue Schlupftag nicht immer sicher planen lässt, sollte während einer Abwesenheit zumindest jemand kurz prüfen, ob bereits Raupen geschlüpft sind. Diese Kontrolle dauert nur wenige Minuten.
Das passende Futter kann vorher gesammelt, beschriftet und bereitgelegt werden. So muss die Urlaubsbetreuung weder Erfahrung mit Schmetterlingen haben noch eine komplizierte Zuchtanleitung durcharbeiten.
Wie Eier, Jungraupen und größere Raupen grundsätzlich untergebracht werden, erklären wir ausführlich in unserer Anleitung zur Schmetterlingszucht, die ihr beim Kauf bekommen habt, und im Artikel über die richtigen Zuchtbehälter.
Die einfachste Lösung: eine kurze Urlaubsbetreuung
Für eine laufende Raupenzucht genügt häufig eine Person, die alle ein bis zwei Tage kurz nach den Tieren sieht.
Die Aufgaben sind überschaubar:
- prüfen, ob noch ausreichend frisches Futter vorhanden ist
- bei Bedarf einen vorbereiteten Futterzweig hinzufügen
- stark verwelktes Futter entfernen
- kontrollieren, ob der Behälter sicher steht
- bei Auffälligkeiten ein Foto schicken
- bei Bedarf Kot entfernen. Ehrlich gesagt: Wenn der Behälter trocken ist und der Kot am Boden liegt, während die Raupen auf Zweigen sitzen, ist eine Reinigung meist nur selten nötig.
Am besten werden Futterpflanze und Zuchtbehälter deutlich beschriftet. Idealerweise steht die Futterpflanze draußen als Strauch, sodass ihr sie einfach mit einem Band oder einer Markierung kennzeichnen könnt. Alternativ kann das Futter auch in einem Topf bereitgestellt werden.
Wie und wo geeignete Pflanzen gefunden werden können, zeigt unser ausführlicher Ratgeber zur Futterbeschaffung für Raupen.
Eine Urlaubsanweisung muss nicht lang sein. Ein Zettel mit Hinweisen wie „Diesen Zweig verwenden“, „Futter nur trocken hineingeben“ und „Raupen möglichst nicht mit den Fingern umsetzen“ reicht bei einer gut vorbereiteten Zucht häufig bereits aus. Ermutigt eure Betreuung, euch im Zweifel Fotos zu schicken und nachzufragen.
Der beste Urlaubshack: vorher einen Probelauf machen
Richtet die Urlaubsversorgung drei bis fünf Tage vor der Abreise bereits vollständig so ein, wie sie später während des Urlaubs funktionieren soll. Danach wird für den geplanten Kontrollabstand möglichst nichts verändert, sondern nur beobachtet.
Dabei könnt ihr prüfen:
- Wie schnell wird der Futterzweig abgefressen?
- Wie lange bleibt das Futter frisch?
- Bleibt das Futterröhrchen dicht?
- Wie viel Kot sammelt sich in dieser Zeit an?
- Wird es im Behälter zu feucht?
- Reicht das Wasser der Topfpflanze?
- Erwärmt sich der gewählte Standort tagsüber?
Besonders bei einer Zucht auf lebenden Pflanzen oder direkt an einem eingehüllten Zweig lässt sich die passende Raupenzahl nur praktisch abschätzen. Die Futterpflanze sollte großzügig gewählt werden. Als gute Orientierung kann am Ende der geplanten Abwesenheit noch ungefähr die Hälfte der verfügbaren Blätter vorhanden sein.
Richtet die Urlaubsversorgung deshalb einige Tage vorher vollständig ein und macht einen Probelauf. Was drei Tage zuverlässig funktioniert, lässt sich auch einer Betreuung viel sicherer übergeben als ein Aufbau, der erst am Abreisetag zusammengestellt wurde.
Futter während des Urlaubs länger frisch halten
Der wichtigste Punkt bei der Raupenversorgung im Urlaub ist frisches Futter. Lose Blätter trocknen je nach Pflanzenart relativ schnell aus. Deutlich länger halten ganze Zweige, wenn sie mit dem Stängel im Wasser stehen.
Der Zugang zum Wasser muss dabei vollständig verschlossen sein. Raupen können an einem Zweig nach unten wandern und in offenen Gläsern, Flaschen oder Vasen ertrinken.
Besonders praktisch sind deshalb Futterröhrchen mit Silikondeckel. Der Zweig wird durch den Deckel gesteckt, das Wasser bleibt im Röhrchen und die Raupen können nicht ohne Weiteres in die Öffnung gelangen.
Für größere Raupen eignet sich ein Netzkäfig für Schmetterlinge und Raupen. Darin können mehrere größere Futterzweige sicher aufgestellt werden. Gleichzeitig sorgt das Netz für eine gute Belüftung.
Wer eine einfache Lösung selbst bauen möchte, findet in der Anleitung Raupenhabitat selber bauen eine günstige Alternative.
Lebende Futterpflanzen als Urlaubsversorgung
Lebende Pflanzen sind eine besonders praktische Möglichkeit, Raupen über mehrere Tage mit frischem Futter zu versorgen.
Brennnesseln, Löwenzahn oder kleinere Gehölze können in einen Topf gesetzt und vollständig in einem Netzkäfig untergebracht werden. Die Raupen sitzen direkt auf ihrer Futterpflanze und können selbstständig weiterfressen.
Bei Raupen von Tagpfauenauge, Admiral, Kleinem Fuchs oder anderen Nesselfaltern funktioniert eine eingetopfte Brennnessel häufig sehr gut. Sobald eine Pflanze weitgehend abgefressen ist, kann die Betreuung einfach einen zweiten Topf danebenstellen. Die Raupen wandern meist selbstständig auf das frische Futter.
Bei eingetopften Futterpflanzen muss nicht nur die Blattmenge, sondern auch die Wasserversorgung bis zur Rückkehr reichen. Gerade bei warmem Sommerwetter kann ein kleiner Topf innerhalb weniger Tage austrocknen. Praktisch sind deshalb ein ausreichend großer Topf, ein Selbstbewässerungsgefäß, eine Kapillarmatte oder ein Docht, der Wasser aus einem Vorratsbehälter in die Erde zieht. Auch eine getestete Tropfbewässerung kann funktionieren. Jedes dieser Systeme sollte einige Tage vor dem Urlaub ausprobiert werden, damit weder Austrocknung noch Staunässe entstehen. Der Wasserbehälter muss außerhalb der Reichweite der Raupen stehen oder vollständig gesichert sein.
Auch ein größerer Zweig an einer lebenden Pflanze kann mit einem feinmaschigen Netz umschlossen werden. Diese Methode wird unter Züchtern häufig als Ausbinden oder Sleeving bezeichnet.
Bevor das Netz geschlossen wird, sollten Zweig, Blattunterseiten und Astgabeln gründlich kontrolliert werden. Spinnen, Ameisen, Wanzen oder räuberische Käferlarven können bereits auf der Pflanze sitzen. Das Netz hält zwar neue Fressfeinde von außen ab, ein versehentlich mit eingeschlossenes Tier sitzt anschließend jedoch direkt bei den Raupen.
Vor dem Urlaub sollte geprüft werden:
- Ist ausreichend Blattmasse vorhanden?
- Ist das Netz sicher gegen Wind befestigt?
- Können Vögel, Wespen oder andere Tiere an die Raupen gelangen?
- Wurden Zweig und Blätter auf bereits vorhandene Fressfeinde kontrolliert?
- Steht die Zucht nicht dauerhaft in praller Sonne?
- Gibt es genug Platz, falls sich Raupen verpuppen möchten?
- Reicht die Wasserversorgung der Pflanze bis zur Rückkehr?
Eine lebende Pflanze kann die Betreuung stark vereinfachen. Vollständig kontrollfrei sollte aber auch diese Zuchtform über längere Zeit nicht bleiben.
Mit dieser Methode konnte ich jedoch bereits Raupen des Götterbaumspinners, von Antherina suraka sowie des Atlasfalters (Attacus atlas) über drei Wochen hinweg vollkommen ohne Pflege halten.
Häutung und Verpuppung während des Urlaubs
Während des Urlaubs können Raupen plötzlich aufhören zu fressen, durch den Behälter wandern oder sich an einem Blatt, Zweig beziehungsweise an der Behälterwand befestigen. Das ist nicht automatisch ein Notfall. Häufig steht eine Häutung oder die Verpuppung bevor.
Frisst eine Raupe nicht mehr, sollte sie nicht sofort umgesetzt oder direkt auf ein neues Blatt gesetzt werden. Sitzt sie fest angesponnen, befindet sie sich möglicherweise vor einer Häutung und muss vollständig in Ruhe gelassen werden. Auch die alte Raupenhaut sollte nicht entfernt werden, solange die Häutung noch nicht eindeutig abgeschlossen ist.
Wandert eine große Raupe dagegen längere Zeit durch den Behälter, kann die Verpuppung bevorstehen. Deshalb sollten bereits vor dem Urlaub passende Zweige, trockene Blätter oder das für die jeweilige Art benötigte Verpuppungssubstrat vorhanden sein. Manche Arten bauen ihren Kokon zwischen Blättern oder Zweigen, andere benötigen Erde oder lockeres Substrat. Noch fressende Raupen können ruhende oder sich verpuppende Tiere außerdem stören, weshalb bei Bedarf rechtzeitig ausreichend Platz eingeplant werden sollte.
Nicht alle Raupen in einen Korb setzen
Bei größeren oder besonders wertvollen Zuchten kann es sinnvoll sein, nicht alle Raupen in einem einzigen Käfig oder Netz unterzubringen. Ein Teil kann auf einem zweiten Zweig, in einem weiteren Käfig oder bei einer anderen Betreuung sitzen.
Die Aufteilung schützt unter anderem vor:
- einem vertrockneten oder abgefressenen Futterzweig
- einem umgestürzten Wassergefäß
- Sturm- oder Hitzeschäden
- versehentlich mit eingeschlossenen Fressfeinden
- Krankheiten innerhalb einer Gruppe
- Fehlern bei der Betreuung
Die Aufteilung ist besonders bei dicht besetzten Zuchten mit großen Raupen sinnvoll. Sie muss aber immer zur jeweiligen Art passen, da manche Raupen zumindest in bestimmten Entwicklungsstadien gesellig leben und nicht beliebig einzeln gehalten werden sollten.
Kann man Raupen mit in den Urlaub nehmen?
Eine kleine Raupenzucht lässt sich bei einer Reise mit dem Auto häufig mitnehmen. Das kann einfacher sein, als eine Betreuung zu organisieren.
Besonders geeignet sind übersichtliche Zuchten mit wenigen Raupen und einer Futterpflanze, die auch am Urlaubsort verfügbar ist.
Während der Fahrt müssen die Behälter standsicher, schattig und vor Hitze geschützt stehen. Raupen dürfen niemals in einem geparkten Auto zurückbleiben. Bereits bei mäßigem Sonnenschein kann sich der Innenraum innerhalb kurzer Zeit stark aufheizen.
Offene Wassergefäße sollten während der Fahrt vermieden werden. Für den Transport sind frische Blätter oder sicher verschlossene Futterröhrchen meist besser geeignet. Am Urlaubsort kann die Zucht dann wieder normal eingerichtet werden.
Was sehr gut funktioniert, ist ein Netzbeutel, zum Beispiel das Zuchtnetz. Es ist hervorragend belüftet, sodass kein Problem mit kondensierendem Wasser entsteht und auch Hitze besser vertragen wird. Einfach einen Futterzweig und die Raupen in das Netz geben und dieses sicher verstauen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass das Netz vor Druck geschützt ist, zum Beispiel indem man es in einen Schuhkarton oder etwas Ähnliches legt.
Bei einer Reise ins Ausland müssen außerdem die Vorschriften für lebende Tiere und Pflanzenmaterial beachtet werden. Es ist meistens am einfachsten, eine Art mitzunehmen, deren Futterpflanze am Urlaubsort sicher verfügbar ist.
Wie du am Urlaubsort Futter findest, kannst du im Ratgeber zur Futterbeschaffung für Raupen nachlesen.
Puppen und Kokons während des Urlaubs
Puppen und Kokons sind im Vergleich zu aktiven Raupen meist deutlich pflegeleichter. Sie benötigen kein tägliches Futter und verursachen kaum Verschmutzung.
Trotzdem sollte ein möglicher Falterschlupf eingeplant werden. Der Schlupfzeitpunkt lässt sich nicht immer genau vorhersagen.
Der Behälter muss deshalb ausreichend groß sein. Ein frisch geschlüpfter Falter benötigt eine senkrechte Fläche, an der er hochklettern und seine Flügel vollständig entfalten kann. In einer kleinen Dose oder einem ungeeigneten Behälter können sich die Flügel dauerhaft verformen.
Ein Netzkäfig ist für Puppen kurz vor dem erwarteten Schlupf häufig die sicherste Lösung.
Ein Futterspender für Schmetterlinge kann den geschlüpften Faltern Nahrung bereitstellen. Fülle ihn jedoch mit einer Flüssigkeit, die während deines Urlaubs nicht gären kann, zum Beispiel mit einer Mischung aus drei Teilen Wein, einem Teil Wasser und einem Teil Zucker. Die Sulfite im Wein verhindern die Gärung.
Diese Fehler besser vermeiden
Den Behälter mit Blättern vollstopfen
Besonders viel Futter bedeutet nicht automatisch eine längere Versorgung. Lose Blätter verwelken, erhöhen die Feuchtigkeit und erschweren die Kontrolle.
Feuchtes Futter verwenden
Blätter mit Regen, Tau oder Waschwasser sollten vor dem Einsetzen vollständig trocknen. Nasses Futter kann in kleinen Behältern schnell zu Kondenswasser und Problemen führen.
Offene Wassergefäße aufstellen
Jede Öffnung muss so verschlossen werden, dass keine Raupe ins Wasser gelangen kann.
Den Zuchtbehälter in die Sonne stellen
Fensterbank, Wintergarten und ein sonniger Balkon sind während der Abwesenheit ungeeignet. Ein heller, aber nicht sonniger und temperaturstabiler Standort ist sicherer.
Kurz vor der Abreise alles verändern
Ein neuer Behälter, eine andere Futterpflanze oder Kunstfutter sollten einige Tage vorher getestet werden. Läuft der Aufbau stabil, kann er für den Urlaub übernommen werden.
Nur sehr viel Futter hineinlegen und dann abreisen
Bei manchen Pflanzen bleibt ein großer Zweig lange frisch. Eine große Menge lose hineingelegter Blätter kann dagegen schnell welken und verderben. Entscheidend ist nicht allein die Menge, sondern wie lange das Futter frisch bleibt.
Checkliste für die Urlaubsbetreuung
Eine einfache Checkliste nimmt auch unerfahrenen Betreuern die Unsicherheit:
- Welche Raupenart befindet sich im Behälter?
- Welche Futterpflanze darf verwendet werden?
- Wo liegt das vorbereitete Futter?
- Wie oft soll kontrolliert werden?
- Wie viel Futter soll jeweils hineingegeben werden?
- Was darf aus dem Behälter entfernt werden?
- Was ist eine normale Häutungspause?
- Ab wann soll ein Foto geschickt werden?
- Wie ist die Betreuung bei einem Falterschlupf?
- Wer ist bei Fragen erreichbar?
Am besten wird der Ablauf einmal gemeinsam durchgeführt. Danach ist die Versorgung meistens sehr einfach.
Raupenzucht trotz Urlaub: gut vorbereitet kein Problem
Ein bevorstehender Urlaub muss kein Grund sein, auf Schmetterlingseier oder eine laufende Raupenzucht zu verzichten.
Für kurze Abwesenheiten reichen bei vielen Arten frisches Futter und ein gut vorbereiteter Behälter. Bei längeren Reisen kann eine Betreuung in wenigen Minuten das Futter kontrollieren. Lebende Pflanzen, Zweige im Wasser, sichere Futterröhrchen und ein gut belüfteter Netzkäfig reduzieren den Aufwand zusätzlich.
Wichtig ist vor allem, den Aufbau rechtzeitig zu testen und die Bedürfnisse der jeweiligen Art zu kennen. Dann lässt sich die Entwicklung vom Ei über die Raupe bis zum fertigen Schmetterling auch entspannt erleben, wenn zwischendurch ein Urlaub geplant ist.
Häufige Fragen zur Raupenzucht im Urlaub
Können Raupen ein Wochenende allein bleiben?
Bei vielen gesunden und robusten Zuchten ist das mit ausreichend frischem Futter und einem stabilen Aufbau möglich. Große Raupen mit hohem Futterverbrauch benötigen möglicherweise trotzdem eine Kontrolle.
Können Raupen eine Woche allein bleiben?
Eine Woche ohne jede Kontrolle ist bei aktiven Raupen nicht zu empfehlen. Mit einer lebenden Futterpflanze oder einer kurzen Betreuung alle ein bis zwei Tage lässt sich dieser Zeitraum jedoch häufig gut überbrücken.
Kann ich Schmetterlingseier kurz vor dem Urlaub kaufen?
Ja. Da der Schlupf nicht immer auf den Tag genau vorhersehbar ist, sollte während der Reise jemand kurz kontrollieren können, ob bereits Räupchen geschlüpft sind und Futter benötigen.
Können Eier mehrere Tage allein bleiben?
Eier benötigen nur wenig Pflege. Die Herausforderung besteht darin, dass jederzeit Räupchen schlüpfen können. Deshalb sollte der Behälter mindestens einmal täglich kurz kontrolliert werden.
Sollte man Raupen vor dem Urlaub in den Kühlschrank stellen?
Nein. Eine künstliche Kühlung ist keine allgemeine Urlaubslösung und kann je nach Art die Entwicklung beeinträchtigen. Temperatur, Diapause und Überwinterung müssen immer zur jeweiligen Art passen.
Wie bleibt Raupenfutter länger frisch?
Ganze Zweige halten mit einer sicheren Wasserversorgung wesentlich länger als einzelne Blätter. Futterröhrchen, sicher verschlossene Flaschen oder lebende Topfpflanzen sind dafür besonders praktisch.
Was ist einfacher: Eier, Raupen oder Puppen?
Puppen und Kokons verursachen meist den geringsten Pflegeaufwand. Eier sind ebenfalls pflegeleicht, können aber während der Abwesenheit schlüpfen. Aktive Raupen benötigen regelmäßig frisches Futter.
Können Raupen mit in eine Ferienwohnung genommen werden?
Bei kleinen Zuchten ist das häufig möglich. Der Behälter muss sicher transportiert werden und die passende Futterpflanze sollte am Urlaubsort verfügbar sein. Bei Auslandsreisen müssen die jeweiligen Vorschriften berücksichtigt werden.
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