Eier überwintern

Schmetterlingseier sicher überwintern (Zwei-Becher-Methode)

Die Eier einiger Schmetterlinge müssen überwintert werden. Im Folgenden schauen wir uns dies am Beispiele vom Japanischen Eichenseidenspinner an.

Antheraea yamamai überwintert als Ei. Mit der Zwei-Becher-Methode lagerst du die Eier kühl, leicht feucht und schimmelfrei – ideal zur Aufbewahrung im Kühlschrank, bis im Frühjahr frische Eichenblätter verfügbar sind.

 

Material

* 2 lebensmittelechte Kunststoffbecher (Joghurtbecher)

* Feines, verwitterungsbeständiges Netz/Organza, Nylonstrumpf oder Teefilter (als „Boden“ für den oberen Becher)

* Gummiband oder Klebeband zum Fixieren

* optional Moos

* Leitungswasser

 

So geht’s (im Kühlschrank, 2–6 °C)

Den unteren Becher 0,5–1 cm hoch mit Wasser füllen und optional etwas Moos einlegen, damit die Oberfläche vergrößert wird. Beim oberen Becher den Boden entfernen und stattdessen das feine Netz straff über die Öffnung ziehen und mit Gummiband/Klebeband sehr gründlich fixieren – das Netz ist jetzt der „Boden“. Den oberen Becher so in den unteren stellen, dass er das Wasser nicht berührt. Prüfe nun, ob alles fest und bereit für die Eier ist. Die Eier nun in den oberen Becher auf das das Netz legen. Den Deckel mit einem Netz dicht verschließen. Im Kühlschrank (nicht im Gefrierfach, nicht direkt an der Rückwand) bei 2–6 °C lagern. Einmal pro Monat kurz lüften, Wasserstand prüfen und bei Bedarf minimal nachfüllen. Eier dürfen niemals nass werden oder direkt auf feuchtem Material liegen.

Kontrolle & Timing

Pralle, nur leicht verbeulte Eier sind ein gutes Zeichen. Stark eingetrocknete oder schimmelnde Eier aussortieren. Die Eier können bis zum Herbst bei Raumtemperatur der Konstruktion gelagert werden, im Herbst kommt alles in den Kühlschrank. Bis zum regionalen Laubaustrieb der Futterpflanze kühl lagern; erst dann bei Raumtemperatur anwärmen. 

Warum draußen lagern hier nicht empfohlen wird

Eine Lagerung im Freien kann funktionieren, ist aber unzuverlässig: starke Temperaturschwankungen, Unwetter und vor allem Schädlinge wie Mäuse sind reale Risiken. Für planbare Ergebnisse ist die Zwei-Becher-Methode im Kühlschrank die deutlich sicherere Wahl.

 

Häufige Fehler vermeiden

Kein direkter Wasserkontakt, kein luftdichter Abschluss, keine Aufbewahrung direkt an der Kühlschrankrückwand (Gefrierzone) oder zu warm (bei 12° Lagerung schlüpfen die Raupen Ende Februar). Zu trockene Lagerung führt zum Einfallen der Eier, zu feuchte Lagerung zu Schimmel – die Zwei-Becher-Methode hält die Balance.

 

Beachte bitte dass du Alles eigenverantwortlich herstellst und verwendest. Sei äußerst vorsichtig bei der Herstellung, benutze Schutzkleidung und beachte allg. Schutzvorschriften, Bedienungsanleitungen der Geräte. Die Gesundheit deiner Eier/Raupen liegt allein in deiner Verantwortung.