Haltung und Zucht von Rothschildia lebeau (inca) - Inka-Seidenspinner

Der Inka-Seidenspinner (Rothschildia lebeau inca) gehört zu den eindrucksvollsten tropischen Pfauenspinnern. Seine rotbraunen Flügel besitzen vier große, durchsichtige Fenster. Auch die Raupen sind auffällig: Sie wechseln während ihrer Entwicklung mehrfach die Farbe und spinnen schließlich feste Kokons, die an Zweigen hängen.

Die Zucht ist auch für Anfänger mit etwas Vorbereitung gut möglich. Liguster, Flieder und Kirschlorbeer sind bewährte Futterpflanzen, daneben kommen weitere Gehölze infrage. Besonders interessant sind die meist unkomplizierte Paarung und die teilweise erstaunlich lange Puppenruhe.

Rothschildia lebeau inca im Steckbrief
Wissenschaftlicher Name
Rothschildia lebeau inca, auch Rothschildia inca
Familie
Saturniidae (Pfauenspinner)
Verbreitung
Tropisches Amerika
Flügelspannweite
Häufig etwa 10–13 cm
Futterpflanzen
Liguster, Flieder, Kirschlorbeer, Esche und Weide
Temperatur
Etwa 20–28 °C
Ei bis Schlupf
Häufig 10–14 Tage
Raupenentwicklung
Etwa 4–10 Wochen
Puppenruhe
Oft einige Wochen, teilweise mehrere Monate
Schwierigkeitsgrad
Für Einsteiger gut geeignet

Entwicklungszeiten und Haltungsbedingungen können je nach Temperatur, Futterpflanze und Zuchtstamm variieren.

Aussehen und natürliche Lebensweise

Die Flügel des Inka-Seidenspinners sind rotbraun bis dunkelbraun gefärbt und von hellen Bändern durchzogen. Besonders charakteristisch sind die vier transparenten Flügelfenster. Anders als es zunächst aussieht, handelt es sich nicht um Löcher: Die Flügelmembran ist an diesen Stellen weitgehend unbeschuppt.

Eine mikroskopische Untersuchung aus dem Jahr 2004 zeigte, dass die Fenster feine, haarähnliche Strukturen besitzen. Sie lassen Licht hindurch, können es je nach Einfallswinkel aber auch reflektieren. Ob dies vor allem der Tarnung dient, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt.

Die Raupen verändern während ihrer Entwicklung mehrfach ihr Aussehen. Junge Tiere sind überwiegend dunkel mit auffälligen hellen und gelblichen Zeichnungen. Später werden sie zunehmend grün und tragen helle Ringzeichnungen sowie kleine Fortsätze. Ausgewachsene Raupen können etwa acht bis neun Zentimeter erreichen.

Die Jungraupen sitzen oft dicht beieinander und fressen gemeinsam. Mit zunehmender Größe verteilen sie sich auf der Futterpflanze.

Herkunft und wissenschaftlicher Name

Die Gattung Rothschildia ist in Nord-, Mittel- und Südamerika verbreitet. Ihre Vertreter bewohnen unterschiedliche tropische und subtropische Lebensräume.

Die wissenschaftliche Einordnung des Inka-Seidenspinners hat sich mehrfach verändert. Das 1907 beschriebene Taxon wurde lange als Unterart von Rothschildia lebeau behandelt. In neueren Systematiken wird Rothschildia inca als eigenständige Art geführt.

In der Hobbyzucht ist der Name Rothschildia lebeau inca weiterhin gebräuchlich.

Futterpflanzen für Rothschildia lebeau inca

Die Raupen nehmen verschiedene Gehölze als Nahrung an. Besonders gut haben sich in der Zucht Liguster, Flieder und Kirschlorbeer bewährt. Auch Esche und Weide gehören zu den bekannten Futterpflanzen des Rothschildia-lebeau-Artkomplexes.

Futterpflanze Besonderheiten
Liguster
Ligustrum
Sehr gut erprobtes Standardfutter. Meist gute Annahme und zügiges Wachstum.
Flieder
Syringa
Gut geeignet während der Vegetationszeit. Besonders praktisch im Frühjahr und Sommer.
Kirschlorbeer
Prunus laurocerasus
Immergrün und meist ganzjährig verfügbar. Für Jungraupen möglichst weichere Blätter anbieten.
Esche
Fraxinus
Weitere bekannte Futterpflanze. Besonders während der Vegetationszeit verfügbar.
Weide
Salix
Ebenfalls als Futterpflanze bekannt. Bei einem neuen Zuchtstamm die Annahme zunächst prüfen.

Welche Futterpflanze ist die beste?

Liguster ist für die meisten Zuchten eine gute erste Wahl. Besonders Ligustrum ovalifolium wird häufig angenommen. Die Blätter sind relativ gut verfügbar und die Raupen entwickeln sich darauf meist zügig.

Kirschlorbeer ist vor allem im Winter interessant. Er bleibt gewöhnlich ganzjährig belaubt, während manche Ligusterarten bei Frost einen großen Teil ihrer Blätter verlieren.

Ältere Kirschlorbeerblätter sind allerdings ziemlich fest. Für frisch geschlüpfte Raupen eignen sich deshalb besonders junge, bereits entfaltete Blätter. Leicht angeschnittene Blattkanten können die Futterannahme erleichtern.

Entscheidend ist nicht nur die Pflanzenart, sondern auch die Blattqualität. Frische, gesunde Blätter werden meist besser angenommen als harte, welke oder bereits alternde. Ein schnelleres Wachstum bedeutet außerdem nicht zwangsläufig, dass die Raupen insgesamt widerstandsfähiger sind.

Wenn möglich, verwende zunächst dieselbe Futterpflanze, auf der bereits die vorherige Generation aufgezogen wurde. Soll das Futter gewechselt werden, biete die neue Pflanze zunächst zusätzlich an.

Wichtig: Sammle nur sicher bestimmte, unbehandelte Pflanzen. Gerade frisch gekaufte Ziergehölze können Insektizidrückstände enthalten. Systemische Wirkstoffe lassen sich durch Abwaschen nicht zuverlässig entfernen.

Wo du geeignete Pflanzen findest, wie du sie erkennst und worauf du beim Sammeln achten solltest, erfährst du im Ratgeber Futterbeschaffung für Raupen .

Eier aufbewahren und ausbrüten

Die Eier schlüpfen bei warmer Haltung meist nach ungefähr 10–14 Tagen. Bei niedrigeren Temperaturen kann sich die Entwicklung entsprechend verlängern.

Für die Aufbewahrung eignet sich ein kleines, sauberes Glas oder eine Kunststoffdose. Die Eier können auf einem trockenen Stück Küchenpapier liegen. Ein kleiner, überwiegend geschlossener Behälter hält das Mikroklima stabil.

Zusätzliche Feuchtigkeit ist nicht notwendig. Ich besprühe die Eier nicht und verwende auch kein feuchtes Küchenpapier. Wenn der Behälter ungewöhnlich trocken erscheint, genügt es, einmal vorsichtig hineinzuhauchen.

Kontrolliere die Eier regelmäßig und lüfte gelegentlich kurz. Direkte Sonne muss unbedingt vermieden werden, da sich kleine Behälter schnell überhitzen.

Futter kommt erst nach dem Schlupf in den Behälter. Vorher würden die Blätter nur welken und unnötig Feuchtigkeit eintragen. Es genügt, die passenden Pflanzen rechtzeitig verfügbar zu haben.

Für die übersichtliche Aufbewahrung der Eier und die ersten Raupentage eignen sich kleine Jungraupen- und Eierbehälter . Ein kleines Glas erfüllt denselben Zweck.

Jungraupen richtig aufziehen

Die ersten Tage nach dem Schlupf

Frisch geschlüpfte Raupen sind nur wenige Millimeter groß. Für den Anfang verwende ich kleine Behälter, damit die Tiere ihr Futter schnell finden und nicht unnötig umherwandern.

Nicht alle Jungraupen beginnen unmittelbar nach dem Schlupf zu fressen. Einige laufen erst mehrere Stunden umher, bevor sie sich an den Blättern niederlassen.

Kontrolliere nach etwa 6–12 Stunden, ob erste Fraßspuren oder winzige Kotkrümel erkennbar sind. Wenn nicht, können junge Blätter oder leicht angeschnittene Blattkanten helfen. Auch andere geeignete Futterpflanzen können ergänzend angeboten werden.

Feuchtigkeit und Belüftung

In der ersten Aufzuchtphase darf die Luftfeuchtigkeit etwas höher sein. Kleine Behälter mit gut schließendem Deckel halten die Blätter länger frisch und verhindern, dass die winzigen Raupen austrocknen.

Dabei sollte sich allerdings kein Kondenswasser in größeren Tropfen bilden. Auch tropfnasse Blätter und dauerhaft feuchtes Küchenpapier sind ungeeignet.

Sobald die Raupen zuverlässig fressen und wachsen, wird die Belüftung schrittweise verbessert.

Größere Raupen: Futter, Platz und Hygiene

Die Raupen durchlaufen normalerweise fünf Larvenstadien. Gelegentlich kommt auch ein sechstes Stadium vor. Vor jeder Häutung stellen sie das Fressen ein und bleiben längere Zeit fast bewegungslos. Währenddessen sollten sie möglichst nicht gestört werden.

Ab dem dritten oder vierten Larvenstadium benötigen die Raupen zunehmend mehr Platz. Jetzt empfiehlt sich eine größere, gut belüftete Unterbringung. Ein Netzkäfig für Raupen und Schmetterlinge ist dafür besonders praktisch.

Ganze Futterzweige halten sich länger frisch als lose Blätter. Stelle sie in ein standsicheres Wassergefäß und decke die Öffnung vollständig ab, damit keine Raupen hineinfallen können.

Besonders praktisch sind Futterröhrchen mit Silikondeckel . Sie versorgen die Zweige mit Wasser, ohne dass die Raupen an eine offene Wasserfläche gelangen.

Die letzten Larvenstadien fressen große Mengen. Achte darauf, dass immer ausreichend frisches Futter vorhanden ist. Kot und alte Pflanzenreste sollten täglich entfernt werden.

Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Für die Aufzucht eignen sich Temperaturen im Bereich von etwa 20–28 °C. Bei wärmerer Haltung entwickeln sich die Raupen häufig schneller, allerdings sollte die Temperatur nicht unnötig hoch sein.

Die Luftfeuchtigkeit muss zur Größe der Raupen passen. Kleine Jungraupen profitieren oft von einem feuchteren Mikroklima, während größere Raupen vor allem ausreichend Luftaustausch benötigen.

Direktes Besprühen der Raupen ist bei frischem Futter normalerweise nicht notwendig. Dauerhaft nasse Blätter sollten vermieden werden.

Nach jeder abgeschlossenen Zucht sollten die verwendeten Käfige gründlich gereinigt werden. Dafür findest du hier eine ausführliche Anleitung: Netzkäfig reinigen und waschen .

Wie lange dauert die Raupenentwicklung?

Die Raupen können unter günstigen Bedingungen bereits nach ungefähr vier Wochen mit der Kokonbildung beginnen. Häufig dauert die Entwicklung jedoch länger. Auch sieben bis zehn Wochen sind möglich.

Temperatur und Futterqualität haben großen Einfluss auf die Wachstumsgeschwindigkeit. Nicht jede Futterpflanze führt zu denselben Ergebnissen. Auch zwischen einzelnen Raupen können deutliche Unterschiede auftreten.

Eine längere Entwicklungsdauer ist nicht automatisch ein Problem. Solange die Raupen regelmäßig fressen, wachsen und sich problemlos häuten, besteht normalerweise kein Grund zur Sorge.

Kokonbildung, Puppenruhe und Falterschlupf

Woran erkennt man eine verpuppungsreife Raupe?

Kurz vor der Verpuppung stellen die Raupen das Fressen ein, entleeren ihren Darm und beginnen verstärkt umherzuwandern. Sie suchen jetzt einen geeigneten Platz für die Kokonbildung.

Biete deshalb rechtzeitig trockene Zweige oder andere stabile Strukturen an. Die Raupen spinnen feste, längliche Kokons, die häufig mit einem kräftigen Seidenstiel an Zweigen hängen.

Frische Kokons sollten zunächst einige Tage ungestört bleiben, damit das Gespinst vollständig aushärten kann und die Verpuppung im Inneren ungestört abläuft.

Kokons und Puppen richtig lagern

Am einfachsten bleiben die Kokons an ihren ursprünglichen Zweigen hängen. Müssen sie umgesetzt werden, kannst du ein kurzes Zweigstück mitsamt der Gespinstbefestigung abschneiden und im Schlupfbehälter wieder aufhängen.

Die Kokons sollten luftig gelagert werden und nicht dauerhaft nass sein. Gelegentliches leichtes Befeuchten der Umgebung kann bei sehr trockener Raumluft sinnvoll sein. Direktes Durchnässen ist nicht notwendig.

Weißlicher Belag auf den Puppen: Wachs oder Schimmel?

Eine Besonderheit, die leicht für Verunsicherung sorgt: Die Puppen können von einer weißlichen, wachsartigen Schicht überzogen sein.

Als ich eine solche Puppe zum ersten Mal sah, dachte ich tatsächlich, sie wäre verschimmelt. Dabei handelte es sich um einen natürlichen Wachsbelag.

Diese Schutzschicht trägt dazu bei, den Wasserverlust über die Puppenhülle zu begrenzen. Ein gleichmäßiger, heller, wachsartiger Überzug ist deshalb zunächst kein Grund zur Sorge und sollte nicht abgerieben werden.

Echter Schimmel sieht häufig anders aus: Er bildet unregelmäßige, teilweise pelzige Beläge, die sich weiter ausbreiten können. Auch unangenehmer Geruch oder auffällige Feuchtigkeit sind Warnzeichen.

Wie lange dauert die Puppenruhe?

Die Puppenruhe kann bei Rothschildia lebeau inca erstaunlich unterschiedlich ausfallen. Einige Falter schlüpfen bereits nach wenigen Wochen, andere lassen deutlich länger auf sich warten.

Auch eine Puppenruhe über mehrere Monate ist möglich. Solche längeren Ruhephasen gehören zum Entwicklungsverhalten der Art und müssen nicht bedeuten, dass mit der Puppe etwas nicht stimmt.

Gerade bei längerer Puppenruhe ist Geduld wichtig. Ein Kokon sollte nicht vorsorglich aufgeschnitten werden, nur weil nach sechs oder acht Wochen noch kein Falter geschlüpft ist.

Die Puppen brauchen für diese Ruhephase keine pauschale Kühlschrankbehandlung. Sie sollten unter geeigneten, möglichst gleichmäßigen Bedingungen gelagert werden.

Was ist beim Falterschlupf wichtig?

Frisch geschlüpfte Falter müssen sich an einer griffigen Fläche festhalten können. Ihre Flügel sind zunächst weich und werden erst nach dem Schlupf vollständig entfaltet und ausgehärtet.

Dafür benötigen die Tiere ausreichend freien Platz unterhalb ihres Sitzplatzes. Geeignet sind beispielsweise ein hoher Netzkäfig oder ein gut belüfteter Schlupfbehälter mit rauen Kletterflächen.

Paarung und Eiablage

Die erwachsenen Inka-Seidenspinner besitzen keine funktionsfähigen Mundwerkzeuge und nehmen keine Nahrung mehr auf. Sie leben von den Reserven, die sie während der Raupenzeit angelegt haben.

Ihre Lebensdauer ist deshalb auf wenige Tage begrenzt. In dieser Zeit stehen Paarung und Eiablage im Mittelpunkt.

Männchen und Weibchen unterscheiden

Männchen besitzen besonders kräftig gefiederte Fühler und einen vergleichsweise schlanken Hinterleib. Weibchen sind häufig etwas größer und haben einen deutlich kräftigeren Hinterleib. Ihre Fühler sind weniger stark gefiedert.

Die Paarung gelingt meist problemlos

Rothschildia lebeau inca gehört zu den Arten, bei denen die Paarung besonders zuverlässig funktioniert. Oft finden sich Männchen und Weibchen sehr schnell.

Nicht selten paaren sich die Falter bereits kurz nach dem Schlupf direkt im Schlupfbehälter, sobald sie ihre Flügel entfaltet haben und paarungsbereit sind.

Ein gesonderter großer Paarungskäfig ist deshalb nicht immer erforderlich. Für mehrere Falter und längere Haltung ist ein mittelgroßer bis großer Netzkäfig trotzdem praktisch.

Die Paarung findet überwiegend am Abend und in der Nacht statt. Ein natürlicher Tag-Nacht-Rhythmus, geeignete Temperaturen und möglichst wenig Störung sind dafür hilfreich.

Die Falter können viele Stunden miteinander verbunden bleiben. Während der Paarung sollten sie möglichst nicht umgesetzt werden.

Eiablage und nächste Generation

Nach erfolgreicher Paarung beginnen die Weibchen häufig bereits in der folgenden Nacht mit der Eiablage.

Die Eier werden in kleinen Gruppen oder Reihen an Zweigen, Blättern und Käfigflächen befestigt. Kontrolliere deshalb auch die Wände und das Netz des Käfigs.

Die Eier können vorsichtig gesammelt und in einen kleinen, trockenen Behälter überführt werden. Zusätzliche Feuchtigkeit oder Futterblätter sind bis zum Schlupf nicht notwendig.

Häufige Probleme bei der Zucht

Jungraupen fressen nicht

Futterpflanze und Blattqualität überprüfen. Frische, geeignete Blätter anbieten und bei Bedarf das Mikroklima kurzzeitig feuchter halten.

Raupen sterben plötzlich

Futterquelle, Feuchtigkeit, Hygiene und Belüftung sofort kontrollieren. Auffällige Tiere möglichst trennen.

Die Raupen wachsen unterschiedlich schnell

Gewisse Unterschiede sind normal. Auch Temperatur, Futterpflanze und Blattqualität beeinflussen die Entwicklung.

Die Puppe hat einen weißen Belag

Ein gleichmäßiger, wachsartiger Überzug kann völlig normal sein. Er darf nicht automatisch mit Schimmel verwechselt werden.

Der Falter schlüpft nicht

Die Puppenruhe kann mehrere Monate dauern. Lagerbedingungen kontrollieren und den Kokon nicht vorschnell öffnen.

Häufige Fragen zum Inka-Seidenspinner

Kann man Rothschildia lebeau inca im Winter züchten?

Ja, wenn ausreichend Wärme und frisches Futter vorhanden sind. Besonders interessant sind Kirschlorbeer und wintergrüner Liguster. Prüfe vor Beginn, ob deine Pflanzen tatsächlich genügend Blätter tragen.

Muss ich die Eier besprühen?

Nein. Die Eier werden trocken in einem kleinen Behälter gehalten. Feuchtes Küchenpapier oder direktes Besprühen ist nicht erforderlich. Allenfalls vorsichtig in den Behälter hauchen, wenn die Luft sehr trocken erscheint.

Muss man die Kokons regelmäßig befeuchten?

Nicht unbedingt. Ein geeignetes, möglichst gleichmäßiges Raumklima ist wichtiger. Bei sehr trockener Luft kann gelegentliches leichtes Befeuchten der Umgebung helfen. Die Kokons sollten aber nicht dauerhaft nass sein.

Kann ich einen Kokon vom Zweig entfernen?

Ja, wenn es notwendig ist. Warte zunächst einige Tage, bis der Kokon ausgehärtet ist. Am besten bleibt ein kurzes Stück des Zweigs mit der Gespinstbefestigung erhalten.

Müssen die Falter gefüttert werden?

Nein. Die erwachsenen Inka-Seidenspinner nehmen keine Nahrung mehr auf. Zuckerwasser oder Honig sind deshalb nicht notwendig.

Was tun, wenn Männchen und Weibchen zeitversetzt schlüpfen?

Einige Tage Unterschied müssen kein Problem sein. Bei größeren Zeitabständen sinken die Paarungschancen. Eine vorsichtige Anpassung der Temperatur kann die Puppenentwicklung beeinflussen. Abrupte Temperaturwechsel sollten vermieden werden.

Rothschildia lebeau inca selbst züchten

Der Inka-Seidenspinner ist eine faszinierende Art für die Schmetterlingszucht. Besonders sehenswert sind der Farbwechsel der Raupen, die hängenden Kokons und die großen Falter mit ihren durchsichtigen Flügelfenstern.

Mit geeignetem Futter, einer sorgfältigen Aufzucht der Jungraupen und ausreichend Luftaustausch bei größeren Tieren lässt sich die Entwicklung gut begleiten. Die unkomplizierte Paarung macht die Art auch für eine eigene Nachzucht interessant.

Möchtest du den Inka-Seidenspinner selbst aufziehen?

Hier findest du die angebotenen Eier, Raupen und Puppen der Art.

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Quellen und Erfahrungen

Dieses Artporträt basiert zu einem großen Teil auf eigenen Erfahrungen aus der Haltung und Zucht von Rothschildia lebeau inca. Ergänzend wurden entomologische Fachliteratur, wissenschaftliche Untersuchungen zur Biologie und Entwicklung sowie Erfahrungen aus der internationalen Schmetterlingszucht berücksichtigt.