Haltung und Zucht vom Rosa Luzon-Seidenspinner (Samia luzonica)

Haltung und Zucht von Samia luzonica – Rosa Luzoni-Seidenspinner

Kurzbeschreibung der Art

Samia luzonica ist ein philippinischer Samia-Vertreter und für viele Halter ein vergleichsweise unkomplizierter Saturniide. In der Praxis fällt die Art aber besonders oft durch Verwechslungen auf, vor allem im Samia-/cynthia-/ricini-Komplex. Saubere Beschriftung, konsequente Trennung von Linien und ein klarer Überblick über Herkunft und Datum ersparen später viele „mysteriöse“ Abweichungen bei Futterannahme, Entwicklungsdauer und Paarung. In der Samia luzonica Zucht ist Ordnung oft der wichtigste Erfolgsfaktor.

Natürliche Lebensweise

Die Falter sind nachtaktiv. Weibchen setzen in der Dämmerung und Nacht Duftstoffe frei, Männchen finden sie über weite Distanzen. Für die Zucht ist außerdem wichtig, dass verzögerter Schlupf eine natürliche Strategie sein kann: Wenn Trockenphasen oder ungünstige Bedingungen überbrückt werden, verlängert sich die Zeit im Kokon.

Richtwerte zur Orientierung, abhängig von Temperatur und Linie: Ei etwa 9 Tage, Raupe etwa 25 Tage, Kokon/Puppe bis zum Schlupf etwa 18 Tage. Bei Samia luzonica Kokon Schlupf sind 2–3 Wochen unter warmer Haltung typisch, einzelne Kokons benötigen deutlich länger. Samia luzonica Puppe Diapause zeigt sich vor allem durch ausbleibenden Schlupf trotz guter Bedingungen, ohne dass der Kokon „auffällig“ wirkt. Kleiner Tipp: Besrpühe die Kokons mit Wasser, das regt zum Schlupf an!

Futterpflanzen für Luzoni-Seidenspinner

Als stabile Basis funktioniert Liguster sehr gut. Samia luzonica Liguster ist deshalb ein verlässlicher Start, gerade wenn die Herkunft der Tiere nicht hundertprozentig eindeutig ist. Zusätzlich werden in der Praxis häufig Kirschlorbeer (Prunus), Ahorn (Acer) und Amberbaum (Liquidambar) genutzt. Samia luzonica Kirschlorbeer kann in vielen Setups ebenfalls gut funktionieren, entscheidend sind ungespritzte Blätter, Frische und ein luftiges Mikroklima.

Vorbereitung

Eier werden in einem sehr kleinen Behälter gehalten (z. B. kleines Wasserglas), luftdicht mit Klarsichtfolie verschlossen, nur gelegentlich kurz lüften. Ein kleines Stück Küchenpapier sorgt für Ordnung, ohne unnötig Feuchtigkeit einzutragen. Die Folie bleibt straff, damit die Eier nicht austrocknen, und gelüftet wird nur kurz, um Kondenswasser zu vermeiden.

Praktisch ist ein klarer, kleiner Behälter mit gutem Deckel, der sich schnell reinigen lässt. Wer es besonders ordentlich mag, nutzt einen Jungraupen- und Eierbehälter. Unabhängig vom Behälter gilt: Jede Charge sofort beschriften (Art, Herkunft, Datum), nichts zusammenlegen, nichts „mischen“.

Für den Start reichen oft Glas/kleine Dose, Küchenpapier und passende Futterpflanzen. Ein Netz oder ein selbst gebautes Habitat macht es später einfacher und luftiger. Wer es besonders sauber und bequem möchte, kann ein Komplettset nutzen.

Aufzucht und Haltung

Frisch geschlüpfte Raupen brauchen Ruhe, frisches Blattwerk und vor allem Luft. Zu feuchte Mikroklimata sind bei Saturniiden ein häufiger Auslöser für bakterielle Probleme. Blätter werden nicht nass eingelagert, Staunässe wird vermieden, und Kot wird regelmäßig entfernt. Frisches, ungespritztes Futter wird täglich erneuert, besonders sobald die Tiere sichtbar fressen.

In frühen Stadien können die Raupen noch relativ eng beieinander sitzen, später steigt die Belastung durch Kot und Feuchtigkeit stark an. Spätestens ab mittleren Stadien lohnt sich mehr Platz und ein deutlich luftigeres Setup. Dabei helfen Netze oder luftige Aufzuchtboxen, weil sie Feuchte abführen und das Blattwerk länger „trocken“ halten. Ein häufiger Fehler ist Überbesatz: Viele Tiere auf engem Raum führen schnell zu schlechtem Klima und Ausfällen.

Paarung und Zucht von Luzoni-Seidenspinner

Die Paarung gelingt am zuverlässigsten in einem großzügigen, luftigen Setup mit wenig Stress, ohne Dauerlicht und mit ausreichend Platz für das Anfliegen. Am besten sind frische Falter, häufig am ersten oder zweiten Abend. Ein Netzkäfig für Schmetterlinge und Raupen sorgt für Luftbewegung und verhindert, dass Flügel an glatten Wänden beschädigt werden.

Was noch zu sagen ist

Verzögerter Schlupf ist nicht automatisch ein Problem. Nach 3 Wochen ohne Schlupf steht oft keine „Katastrophe“ an, sondern ein natürlicher Aufschub. Kokons werden dann weiterhin luftig, trocken und ruhig gelagert, ohne ständiges Umsetzen. 

Mit Glück sind grade Eier dieser tollen Art verfügbar, schaue nach: Samia luzonica – Luzoni-Seidenspinner