Schmetterlinge richtig füttern
Die Fütterung adulter Schmetterlinge ist ein wichtiger Teil der Zucht und wird trotzdem oft unterschätzt. Viele achten zuerst auf Eier, Raupen und Puppen. Mit dem Schlupf beginnt aber noch einmal ein neuer Abschnitt. Dann stellt sich die Frage, ob und wie die Falter Nahrung aufnehmen. Mit etwas Vorbereitung lässt sich das gut lösen, und die richtige Fütterung kann durchaus Einfluss auf Lebensdauer, Aktivität und Paarungsbereitschaft haben.
Anders als Raupen, die oft nur wenige ganz bestimmte Futterpflanzen akzeptieren, sind viele Falter im Adultstadium etwas flexibler. Trotzdem sind sie empfindlich, wenn Futter falsch angeboten wird. Für viele Arten hat sich eine einfache Zuckerlösung bewährt. Häufig genutzt wird Wasser mit Honig, grob etwa im Verhältnis fünf zu eins. Auch normaler Haushaltszucker funktioniert, und Fruchtzucker wird von manchen Arten sogar besser angenommen. Das Mischverhältnis muss aber nicht exakt sein. In der Natur schwankt die Zuckerkonzentration im Nektar ebenfalls. Bei trockener Innenluft darf die Lösung ruhig etwas wasserreicher sein, damit die Flüssigkeitsaufnahme leichter fällt. Auch Fruchtsaft, zum Beispiel Mangosaft, kann interessant sein, weil der Geruch viele Schmetterlinge gut anzieht.
Für den Anfang funktionieren oft ganz einfache Mittel. Ein kleiner Deckel oder eine flache Schale mit etwas Küchenpapier oder Schwamm reicht häufig schon aus. So kann der Falter trinken, ohne dass er mit Flügeln oder Körper in offene Flüssigkeit gerät und kleben bleibt. Genau das ist wichtig, denn frei stehendes Zuckerwasser ist schnell problematisch. Auch ein Schwamm mit Zuckerwasser ist eine probate Futterdarreichung.

Wer die Fütterung sauberer, gezielter und dauerhaft bequemer lösen möchte, dem empfehle ich die Futtertränke für Schmetterlinge. Damit bleibt die Futterstelle an einem festen Platz, die Flüssigkeit wird kontrollierter angeboten und der Bereich bleibt deutlich ordentlicher als bei offenen Schalen oder improvisierten Deckeln. Gerade wenn mehrere Falter versorgt werden oder man die Fütterung stressfrei halten möchte, ist das oft die angenehmere Lösung.


Bei Nachtfaltern hat sich in der Praxis oft bewährt, die Futterstelle weiter oben im Behälter anzubringen, zum Beispiel in einem kleinen Flaschenverschlussdeckel in der oberen Hälfte des Kastens. Viele nachtaktive Arten sitzen dort ohnehin häufiger. Auch hier gilt: lieber kleine Mengen anbieten und regelmäßig erneuern als zu viel auf einmal.
Die Lösung sollte mindestens alle zwei Tage gewechselt werden, besser täglich. Bei Raumtemperatur beginnt sie schnell zu gären oder zu schimmeln. Unsaubere Futterstellen sind nicht nur unhygienisch, sondern ziehen unter Umständen auch Ameisen an.
Zusätzlich lassen sich bei vielen Tagfaltern überreife Früchte anbieten. Banane, Orange, Mango oder Pfirsich werden je nach Art gut angenommen. Vor allem Distelfalter, Admiral und auch Tagpfauenaugen gehen oft an weiches oder leicht angeschlagenes Obst. Manche Arten reagieren besonders gut auf die Stoffe, die bei beginnender Gärung entstehen. Wichtig ist aber, die Früchte regelmäßig zu kontrollieren und bei Schimmel sofort auszutauschen. Für Nachtfalter ist diese Form der Fütterung meist deutlich weniger geeignet.
Auch blühende, nektarreiche Pflanzen sind eine sinnvolle Ergänzung. Wandelröschen, Eisenkraut, Pentas, Lavendel, Katzenminze, Sommerflieder oder Günsel werden gerne angeflogen. Solche Blüten regen nicht nur die Nahrungsaufnahme an, sondern fördern auch natürliches Verhalten. Viele Tagfalter fliegen dann ruhig von Blüte zu Blüte und saugen dort ganz normal. Oft reicht dafür schon ein kleiner Blumenstrauß in einer Vase im Behälter.

Wichtig ist aber auch: Nicht alle Falter müssen überhaupt gefüttert werden. Es gibt Arten ohne funktionierende Mundwerkzeuge, die nur von den Energiereserven aus dem Raupenstadium leben. Dazu gehören zum Beispiel der Götterbaumspinner (Samia ricini) oder der Mondspinner (Actias luna). Bei solchen Arten ist keine Fütterung nötig. Der Versuch, Nahrung anzubieten, bringt dann nichts und kann die Tiere eher stören.
Bei Arten, die Nahrung aufnehmen, sollte die Futterquelle früh bereitstehen. Direkt nach dem Schlupf trinken viele Falter noch nicht sofort. Kurze Zeit später beginnen sie aber aktiv zu suchen. Es ist deshalb sinnvoll, die Futterstelle dort zu platzieren, wo die Tiere häufig sitzen, etwa an Ecken oder weiter oben im Behälter. Schmetterlinge nehmen Zucker übrigens auch über ihre Füße wahr. Wenn sie auf einer passenden Stelle landen, beginnen sie oft direkt mit dem Saugen.
Unterm Strich muss die Fütterung adulter Schmetterlinge nicht kompliziert sein. Einfache Mittel funktionieren oft gut. Entscheidend ist, dass die Futterquelle sauber, gut erreichbar und zur Art passend ist. Wer es noch kontrollierter und ordentlicher haben möchte, ist mit einer guten Schmetterlingstränke meist besser bedient. So wird die Versorgung leichter, und gleichzeitig lassen sich die Falter ganz in Ruhe bei einem ihrer schönsten Verhaltensweisen beobachten.
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